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Eichenpflanzung am Kahlen Pön stärkt Natur und Region

Eichenpflanzung am Kahlen Pön stärkt Natur und Region

Usseln. Am Kahlen Pön bei Usseln ist ein weiterer Schritt zur ökologischen Aufwertung der Kulturlandschaft gelungen: Mit der Pflanzung heimischer Stieleichen wurde eine Maßnahme umgesetzt, die gezielt den Biotopverbund im Gebiet stärkt. Das Projekt steht im Zusammenhang mit dem Biotopverbundvorhaben des Naturparks Diemelsee und zeigt beispielhaft, wie Naturschutz, regionale Zusammenarbeit und nachhaltige Nutzung Hand in Hand gehen können.

Ausgangspunkt der Entwicklung war der Ankauf der Fläche durch die NABU-Ortsgruppe. In enger Abstimmung mit dem Landschaftspflegeverband Waldeck-Frankenberg e.V. wurde das Grundstück anschließend naturschutzfachlich weiterentwickelt und optimiert. Ziel der aktuellen Maßnahme ist es, durch die Pflanzung von Stieleichen als standorttypische Baumart neue Strukturen in der offenen Feldflur zu schaffen.

Die neu gesetzten Bäume tragen dazu bei, Landschaftselemente wie Hecken, Waldränder und Säume besser miteinander zu vernetzen. Gleichzeitig entstehen wertvolle Strukturen für zahlreiche Tierarten: Die Eichen dienen künftig als Ansitzwarten, bieten Brut- und Nahrungshabitate und fördern durch die Entwicklung von Saumstrukturen die Artenvielfalt von Vögeln und Insekten. Besonders profitieren Arten wie der Neuntöter, der erhöhte Sitzwarten zur Jagd nutzt, sowie der Wiesenpieper, der im Upland noch geeignete Brutbedingungen vorfindet und von der extensiven Wiesenpflege profitiert.

„Das Projekt verdeutlicht zudem die Bedeutung lokaler Kooperationen.“, so Carsten Müller, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes. Neben NABU und Landschaftspflegeverband ist auch der Naturpark Diemelsee eingebunden. Positiv wirkt sich die Maßnahme auch auf die regionale Wirtschaft aus: Mit der Umsetzung wurde das örtliche Unternehmen Green Team Dommelmühle beauftragt, das als wichtiger Partner in der Landschaftspflege fungiert.

„Nicht zuletzt gewinnt auch die Region selbst an Attraktivität. Die Fläche liegt direkt an einem Wanderweg in Richtung Düdinghausen und bereichert das Landschaftsbild sichtbar“, ergänzen Peter Koswig und Thorsten Kleine vom NABU. Die neu geschaffenen Strukturen steigern die Erlebnisqualität für Erholungssuchende und tragen zur Wertschätzung der Kulturlandschaft im Upland bei.

Langfristig bleibt die Fläche in gemeinnütziger Hand und wird weiterhin extensiv bewirtschaftet – unter fachlicher Begleitung der Naturschutzgruppe und des Landschaftspflegeverbands. Wichtig dabei: Die landwirtschaftliche Nutzung geht nicht verloren. Stattdessen wird die Fläche weiterhin von einem örtlichen Wanderschäfer genutzt.

Das Fazit der Beteiligten fällt entsprechend positiv aus: Die Eichenpflanzung ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Naturschutzmaßnahmen ökologische, wirtschaftliche und touristische Vorteile miteinander verbinden können – zum Nutzen von Mensch und Natur gleichermaßen.

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