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Mit Landwirten auf Augenhöhe reden

Gemeinde Twistetal schließt sich dem Landschaftspflegeverband Waldeck-Frankenberg an

TWISTETAL. „Es ist immer besser, wenn Landwirte, Naturschützer und Vertreter der Kommunen miteinander reden", brachte Roelof Dingel (CDU) die Argumente für einen Beitritt der Gemeinde Twistetal zum Landschaftsverband Waldeck-Frankenberg auf den Punkt. Der kostet die Gemeinde einen jährlichen Beitrag, das Land fördert den Zusammenschluss mit einem Beitrag von 250 000 Euro.


Ziel ist es, den Austausch der Beteiligten vor Landschaftspflegearbeiten und naturschutzrechtlich geforderten Ausgleichsmaßnahmen zu fördern, wie Bürgermeister Stefan Dittmann erklärte. So ein Ausgleich dürfe nicht zu Lasten der Landwirte gehen. Daher habe die Gemeinde gemeinsam mit dem örtlichen Naturschutzverband die Anlage von Flachwasserteichen oder die Ausweisung von Fledermausstollen als Alternativen zur Bepflanzung von Flächen favorisiert.

„Was ist bisher nicht geschehen?", fragte Günter Lindenborn (SPD) kritisch nach. Mit dem Beitritt sei die Ungewissheit verbunden, was die Mitarbeit im Verband langfristig koste und was sie einbringe. „Man kann immer noch aussteigen", erklärte Dingel dazu.

Gegen die Stimmen der SPD wurde die Aufforderung der Grünen an den Gemeindevorstand unterstützt, die Mitarbeiter des Bauhof besonders für den Natur- und den Gewässerschutz weiterzubilden. „Ich bekrittele die Arbeit der Mitarbeiter nicht", sagte Reinhard Deutschendorf von den Grünen. Zudem sei ihm auch bekannt, was die Beschäftigten für die Unterhaltung der Gemeinschaftseinrichtungen oder als Aufsichten in den Freibädern leisteten. Doch für den landschaftspflegerischen Bereich sollten die Fortbildungsmöglichkeiten genutzt werden, wie sie etwa der Kreis biete.
„Dafür braucht man einen Gärtner, doch die Einstellung einer solchen Fachkraft haben die Grünen vor einigen Jahren abgelehnt", sagte Rolf Rauschkolb (SPD).
Kai Wäscher (CDU) unterstützte die Grünen-Forderung. Fortbildung mache nicht dümmer, sagte Hartmuth Schiller (WGT) dazu. (ah)

Waldeckische Landeszeitung vom 26.10.2017

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