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Populationsstützende Maßnahmen für den Kreuz-Enzian (seit 2021)

Mit Enzianen assoziieren die meisten Menschen Regionen wie die Alpen in Österreich. Doch auch bei uns im Landkreis kommen verschiedene Enzian-Arten vor, welche jedoch aufgrund verschiedener Faktoren gefährdet sind. Die vorhandenen Bestände sind rückläufig oder z.T. gänzlich verschwunden. Der Kreuz-Enzian ist eine dieser Arten und kommt aktuell nur noch an zwei Standorten im Landkreis - in und um Waldeck - vor. Der Kreuz-Enzian, dessen Name in der Lage der Blätter am Stängel begründet ist, gilt als stark gefährdete Art (Rote Liste Deutschland, Kategorie 2). Um einem weiteren Rückgang der regionalen Populationen entgegenzuwirken, werden die Lebensräume der vorkommenden Bestände durch geeignete Pflegemaßnahmen, insbesondere Mahd und Beweidung, erhalten und optimiert. Neben dieser Flächenpflege werden auch konkrete populationsstützende Maßnahmen getroffen, d.h. es werden Samen gesammelt und diese unter kontrollierten Bedingungen im Botanischen Garten in Marburg angezogen. Die angezogenen Jungpflanzen werden an geeigneten Standorten im Landkreis ausgepflanzt. Die Planung und Organisation der Pflegemaßnahmen sowie die Sammlung der Samen erfolgt durch den Landschaftspflegeverband.

Hintergrund:
Die populationsstützenden Maßnahmen für den Kreuz-Enzian stehen in engem Zusammenhang mit dem KPH-Projekt „Kalkmagerrasenverbund Waldeck-Edertal“. Die Teilflächen dieses Projektes stellen potentiell geeignete Lebensräume für den Kreuz-Enzian dar.

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