Weideoptimierung einer Hangfläche in Bergheim
PROJEKT: (KALK-)MAGERRASENVERBUND WALDECK-EDERTAL
Diese magere Hangfläche in Bergheim bietet potentiellen Lebensraum für viele unterschiedliche Arten der Magerrasen und des Halboffenlandes.
Halboffenland bedeutet, dass sich neben dem Grünland (hier die beweidete Fläche) auf einer Fläche strukturgebende Elemente wie hochgewachsene Einzelgehölze oder Hecken befinden. Dies bietet ideale Bedingungen für beispielsweise Vögel, welche in den Hecken brüten oder Gehölze als Ansitzwarte nutzen. Als Beispiel sind der Neuntöter und der Raubwürger zu nennen. Aber auch Reptilien wie Schlingnatter und Zauneidechse profitieren von diesem Lebensraum. Die wechselwarmen Tiere können sich in den offenen Bereichen sonnen und in den Hecken verstecken.
Seit 2021 wird die Fläche mit Ziegen beweidet. Um die Beweidung zu erleichtern und das Grünland weiter zu optimieren wurden im Frühjahr 2022 verschiedene Maßnahmen durchgeführt. Neben der Entfernung von Schlehenschösslingen und jungen Gehölzen wurde eine Zauntrasse geschaffen.
Hintergrund: Diese Maßnahmen wurden im Rahmen des IKSP-geförderten „Kalkmagerrasenverbundprojektes Waldeck-Edertal“ durchgeführt. Ziel des Projektes sind der Erhalt und die Optimierung der Kalkmagerrasen sowie die Schaffung eines größeren Biotopverbundes für klimasensible Arten wie bspw. dem Raubwürger, dem Neuntöter, der Schlingnatter, der Zauneidechse und diversen Schmetterlingsarten. Weitere Informationen zu IKSP (neu: KPH) finden Sie hier.